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Motivation

Nach Abschluss einer Wirtschaftsfachschule (Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik) bin ich seit über 14 Jahren im Bereich Organisation und Datenverarbeitung der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH tätig.

Angefangen habe ich als Anwendungsentwickler für Großrechnersysteme die später durch Client/Server Entwicklungen mit MS SQL Server und VB ergänzt oder ersetzt wurden. Heute liegt mein Hauptaufgabengebiet im Bereich der Einführung und Weiterentwicklung unserer SAP-Systeme. Seit 1998 bin ich für die Ausbildung im Ausbildungsberuf Fachinformatiker zuständig und ein Jahr später wurde mir die Vertretung des Bereichsleiters Organisation und Datenverarbeitung übertragen.

Während meiner beruflichen Tätigkeit habe ich an einer Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen ( weiterbildender Studiengang Informationsorganisation [Uni Kassel], Ausbildereignungsprüfung, Zertifizierung zum Microsoft Certified Solution Developer und mehrere herstellerspezifische Schulungen [Siemens-Nixforf, Microsoft, SAP, ingesamt ca. 80 Tage] )

Im Jahr 2001 entschloss ich mich noch einmal Zeit in eine Weiterbildungsmaßnahme zu investieren, möglichst mit einem allgemein anerkannten (akademischen) Abschluss in Informatik. Ziel dieser Weiterbildung sollte es sein das bisher gelernte aufzufrischen und vertiefendes Wissen im Bereich neuerer Technologien (Internet, Objektorientierte Programmierung etc.) und IT-Management (Projektmanagement, Personalführung etc.) zu erwerben.

Nach Prüfung der damals möglichen Studiengänge entschied ich mich für ein Studium an der FernUniversität in Hagen. Hier wurde erstmals ein Bachelor of Science Studiengang in Informatik angeboten. In den ersten beiden Semestern fand im Prinzip auf Grund von Belastungen durch verschiedene Projekte kein Studium statt. Im dritten Semester konnte es dann losgehen, die ersten Leistungsnachweise wurden erworben. Es stellte sich schnell heraus, dass auf der einen Seite viele Themen bekannt und mit relativ wenig Aufwand zu schaffen sind (Programmierung, Datenbanken etc.). Andererseits gibt es Themen die nur mit sehr hohem Zeitaufwand zu bewältigen sind (Mathe, Theoretische Informatik etc.) und mir zudem für meine berufliche Tätigkeit auch nicht besonders viel bringen. Generell stellte sich die Frage welchen Mehrwert das Studium leisten würde. Ein Abschluss als Bachelor würde wahrscheinlich lediglich meine bisher erreichten beruflichen Leistungen bestätigen. Um darüber hinaus einen weiterqualifizierenden Abschluss zu erreichen, müsste nach dem Bachelor noch ein Master-Studium folgen. Stellte sich nur die Frage wie lange das dauern sollte und was meine Familie dazu sagt. Besonders ärgerlich war auch, dass mir meine bisherige Aus- und Weiterbildung in keiner Weise anerkannt wurde, was aufgrund der wissenschaftlichen Ausrichtung des Studienganges allerdings zum Teil verständlich ist.

Im August 2002 wurde ich dann auf das neue IT-Weiterbildungssystem aufmerksam. In einem Artikel der Informatik Spektrum, der Mitgliederzeitung der Gesellschaft für Informatik, berichtete Dr. Werner Altmann und Angela Feuerstein über Konzeption und praktische Umsetzung des IT-Weiterbildungssystems.
Besonders interessant war für mich der Versuch auf den Ebenen der operativen und strategischen Professionals Vergleichbarkeit mit Hochschulabschlüssen herzustellen. Mit Abschluss einer Prüfung der operativen Professionals hätte ich dann das gleiche erreicht wie mit meinem Studium. Da sich dann auch noch die Beschreibung der Tätigkeitsfelder des IT Systems Manager fast wie meine eigene Stellenbeschreibung las, entschloss ich mich im November 2002 einen Antrag auf Zulassung zur Prüfung zu stellen.

Ich werde versuchen Teile meines Studiums in die Professional-Prüfung zu integrieren. Vorrausgesetzt ich bestehe die Prüfungen, hoffe ich dass bis dann die Möglichkeit besteht direkt in einem Masterstudiengang weiter studieren zu können oder dass zumindest die Prüfungsleistungen auf ein Studium angerechnet werden.

 

Manfred Mütze
Lichtenfels, Januar 2005

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